Die SPD Pforzheim zeigt sich enttäuscht darüber, dass Pforzheim im Zuge der Polizeistrukturreform kein Sitz eines Polizeipräsidiums wird, zumal sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Wochen für ihre Polizei eingesetzt haben. Pforzheim wird lediglich Sitz eines Kriminalkommissariates.
Erfreulich ist allerdings, dass die Sicherheit in Pforzheim und im Enzkreis, gerade wegen der Reform, weiter erhöht wird, da frei werdende Stellen auf die Reviere und Posten vor Ort übertragen werden.
Das sorgt für mehr Polizeipräsenz in der Fläche und stärkt zudem den ländlichen Raum, während unnötige Verwaltungsstrukturen abgebaut werden.
Hieran entlarvt sich auch die unqualifizierte Kritik der Opposition als reine Panikmache, besonders wenn man betrachtet, dass die schwarz-gelbe Vorgängerregierung noch im Jahre 2000 rund 200 Polizeiposten, darunter viele im ländlichen Raum, geschlossen hat.
Das ist genau das komplette Gegenteil von dem was sich die SPD unter einer bürgerfreundlichen Innenpolitik vorstellt. Deshalb gilt für uns: an der Struktur der nahezu 150 Polizeirevieren und knapp 360 Polizeiposten wird nicht gerüttelt. Schließlich ist für die Bevölkerung eine schnelle und kompetente Reaktion der Polizei vor Ort von entscheidender Bedeutung, nicht die Nähe zur polizeilichen Führungsebene.
Dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger für ein Polizeipräsidium in Pforzheim eingesetzt haben, stellt für uns eine hohe Wertschätzung der Arbeit der Pforzheimer Polizei dar. Wir werden daher auch kritisch die Ausgestaltung der Führungspräsenz beobachten. Denn sollte es dazu kommen, dass die erfolgreiche Präventionsarbeit der Pforzheimer Polizei geschmälert wird, ist mit unserem Widerstand zu rechnen.