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Zwischenerfolg im Kampf zum Schutz von Betriebsrenten

Veröffentlicht am 27.05.2013 in Europa

Peter Simon und Jutta Steinruck, beide MdEP

Widerstand der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament zahlt sich aus

Eine deutliche Absage des Europäischen Parlaments hat jetzt Wirkung gezeigt: Die Parlamentarier hatten sich am Dienstag mehrheitlich gegen Pläne der EU-Kommission ausgesprochen, die EU-Eigenkapitalanforderungen für Versicherungsunternehmen auf die betriebliche Altersvorsorge anzuwenden.

"Unser ständiges Der-EU-Kommission-auf-die-Finger-Klopfen hat sich ausgezahlt!“, begrüßen die SPD-Europaabgeordneten Jutta STEINRUCK und Peter SIMON das Zurückrudern der Europäischen Kommission beim Thema Betriebsrente: „Das ist ein wichtiger Erfolg im Kampf um den Schutz von betrieblicher Altersvorsorge.“

EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission ihre ursprünglichen Pläne zu Eigenkapitalregeln für Betriebsrenten vorerst fallen lässt. Lediglich Anforderungen zu Transparenz, Berichterstattung und Governance für die betriebliche Altersvorsorge will die EU-Institution im Herbst vorlegen.

„Drei Jahre Gespräche, Argumente, Überzeugungsarbeit haben sich gelohnt!“, erläutert Jutta STEINRUCK, Beschäftigungsexpertin der Sozialdemokraten im Europaparlament: „Wir haben genügend Unterstützung der anderen Abgeordneten gewonnen, um ordentlich Druck auf die Kommission auszuüben.“

Die EU-Abgeordnete verweist auf die nationalen Besonderheiten in der Altersvorsorge: „Wenn wir die Betriebsrenten aus den geplanten Gesetzesänderungen explizit ausnehmen, sichern wir, dass die Arbeitgeber ihre solidarische Unterstützung auch weiterhin ihren Arbeitnehmern anbieten können." "Versicherungsunternehmen und betriebliche Altersvorsorge bei der Regulierung in einen Topf zu werfen, ist schlichtweg unangemessen“, wertet Peter SIMON, Mitglied im Wirtschafts-und Währungsausschuss das Einlenken der EU-Kommission, „das scheint auch bei der EU-Kommission langsam durchzusickern.“

Der Sozialdemokrat erklärt, dass die Anwendung von ungeeigneten und komplexen Versicherungsvorschriften auf die Betriebsrenten zur Folge hätte, dass diese für die Arbeitgeber zu teuer würden, und die solidarische Vorsorge somit letztlich nicht mehr angeboten werden würde.

"Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf Betriebsrenten verlassen können“, so Jutta STEINRUCK und Peter SIMON abschließend: „Deswegen werden wir alles daran setzen, dass die betriebliche Altersvorsorge als tragender Pfeiler unserer Sozialsystems nicht durch unpassende Vorschriften wegbricht.“

Weitere Informationen: Büros Peter SIMON +32 228 47558 und Jutta STEINRUCK +32 228 31603

 

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