
Die Gesundheitsversorgung im Kreis steht weiter zur Diskussion
Der Kreisverband der SPD hat für das Horber Krankenhauses ein Konzept erarbeitet, das dazu beitragen soll, die Zukunft der beiden Krankenhäuser im Landkreis zu sichern.

Der Kreisverband der SPD hat für das Horber Krankenhauses ein Konzept erarbeitet, das dazu beitragen soll, die Zukunft der beiden Krankenhäuser im Landkreis zu sichern.
Der Kreisvorstand fordert die SPD-Kreistagsfraktion einstimmig auf, dieses Konzept als Antrag in die Kreistagsdiskussion einzubringen. Es sieht eine zentrale Station für Altersmedizin im Krankenhaus Horb vor.
Nachdem die SPD bereits im Dezember 2012 ein Konzept für das Krankenhaus Horb entwickelt hatte, wurde dieses in der letzten Kreisvorstandsitzung konkretisiert und fortgeschrieben. Zuvor hatten Gerhard Gaiser, Krankenhaus-Betriebsratsvorsitzender Jörg Marx sowie die beiden Horber SPD-Stadträte Dieter Rominger-Seyrich und Melanie Nagel über die aktuelle Situation informiert. Details steuerten die Kreisräte Rainer Ullrich (SPD-Fraktionsvorsitzender) und Eberhard Haug bei. Der Vorschlag des privaten Anbieters „Ameos“, eine geriatrische Behandlung im Krankenhaus Horb zu stationieren, sei bereits im Dezember von der SPD entwickelt und vorgestellt worden, so Gerhard Gaiser. Er verstand den nun modifizierten SPD-Antrag als eine Alternative zum Ameos-Angebot aus dem Markterkundungs-Verfahren.
Das SPD-Konzept betont einmal mehr den Willen, beide Krankenhäuser im Kreis Freudenstadt in öffentlicher Trägerschaft zu belassen und nicht durch private Betreiber zu führen. Das Konzept betont das Absichern des Notfall-Stützpunkts in Horb und der Notfallpraxis an Wochenenden durch niedergelassene Ärzte. Ambulante Operationen sollen weiter in Horb möglich sein, externe Ärzte sollen ambulante Operationen am Krankenhaus anbieten können.
Das SPD-Konzept sieht in Horb eine zentrale Einrichtung für Altersmedizin vor, die durch medizinisches Personal und mindest zwei Ärzte betrieben wird. Zusätzlich soll ein Fachärztezentrum mit mehreren niedergelassenen Fachärzten vom Allgemeinmediziner bis zum Hals-Nasen-Ohrenarzt angegliedert werden. Eine 24-Stunden-Ambulanz, so der Vorschlag der Sozialdemokraten, soll als Anlaufstelle die akute Versorgung vor Ort sichern. Die Ambulanz soll tagsüber durch niedergelassene Ärzte mit Unterstützung der geriatrischen Ärzte betrieben und nachts vom Notarzt oder dem diensttuenden Arzt der Altersmedizin übernommen werden. Weiterhin können sich die Sozialdemokraten vorstellen, am Krankenhaus Horb zusätzliche medizinische Angebote einzurichten wie etwa Palliativmedizin oder ein Schlaflabor.
Die SPD ist überzeugt, dass ihr Konzept medizinisch und wirtschaftlich langfristig tragfähig ist und zum Befrieden der Diskussion im Landkreis beitragen kann. Ein Angebot an Altersmedizin gäbe es in dieser Ausprägung im nahen und weiteren Umfeld noch nicht, würde vorhandene Einrichtungen ergänzen und werde in Seniorenkreisen der Region bereits gefordert. Die Ärzte der Altersmedizin könnten zusammen mit den niedergelassenen Ärzten die ambulante Versorgung der Bürger aus dem Bereich Horb sicherstellen. Und schließlich könnten durch eine zentrale Station der Altersmedizin in Horb auch Patienten für das Krankenhaus in Freudenstadt gewonnen werden.
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