Mit einer bewegenden Gedenkfeier und Niederlegung eines Blumengestecks haben die Sozialdemokraten an Otto Lauer erinnert, der in diesen Tagen seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Neben Mitgliedern der SPD-Fraktion, des Kreisvorstandes und der SPD-Bundestagsabgeordneten Katja Mast nahmen auch Kinder, Enkel und Urenkel von Otto Lauer an der kleinen Feierstunde auf dem Brötzinger Friedhof teil.
Als „aufrechten Demokraten und christlich geprägten Sozialdemokraten, der sich nicht hat verbiegen lassen“ würdigte der SPD Kreisvorsitzende Ralf Fuhrmann den verdienten Kommunal- und Landespolitiker, der auch mit dem großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden war. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft wollte sich der junge Unternehmer in der Politik einbringen. Nach Ausschluss aus der CDU fand er seine politische Heimat in der SPD und war für sie über 20 Jahre von 1947 bis 1968 erfolgreich im Pforzheimer Gemeinderat aktiv.
Für soziale Themen und Anliegen kämpfte der junge Unternehmer leidenschaftlich. Auch auf Landesebene war Otto Lauer von 1950 bis 1968 für die SPD als direkt gewählter Landtagsabgeordneter vor allem im Wirtschaftsausschuss tätig und hatte viele Kontakte zu auch heute noch lebenden bekannten SPD-Politiker wie Erhard Eppler. Maßgeblich war er an der Einführung der Lehr- und Lernmittelfreiheit beteiligt. Neben seiner politischen Arbeit war Otto Lauer auch in der evangelischen Kirchengemeinde Pforzheim als Kirchengemeinderat und als Synodaler in der badischen Landessynode engagiert. Sein plötzlicher Tod 1971 hat eine große Lücke gerissen.