Regionalzentrum KA-Nordschwarzwald

SPD Regionalzentrum Karlsruhe-Nordschwarzwald

Schwarz-gelbe Bankenabgabe ist vor allem Wahlkampfmanöver

Veröffentlicht am 13.04.2010 in Bundespolitik

Die von Schwarz-Gelb angekündigte Bankenabgabe ist eine Mogelpackung, die den Banken ihre gefährlichen Geschäfte nicht erschweren, sondern erleichtern wird. Über diese Mogelpackung hinaus sollen offensichtlich keine Maßnahmen getroffen werden, die die Banken an den bisherigen Krisenkosten beteiligen. Damit ist jetzt schon angelegt, dass auch in Zukunft der Steuerzahler die Bankenrettung wird tragen müssen.

Wie die Bankenabgabe nun wirklich aussehen soll, weiß man noch nicht so ganz genau. Aus den bisherigen Ankündigungen aus Koalitionskreisen wird allerdings schon heute klar, was diese Abgabe mit Sicherheit, nicht leisten wird:

Erstens: Sie wird nicht dazu führen, dass die Banken, immerhin die Verursacher der schlimmsten Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahrzehnte, irgendeinen Beitrag zur Finanzierung der in den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden entstandenen Krisenkosten leisten müssen. Denn: Der aus der Abgabe zu speisende Rettungsfonds ist ja nur für künftige Krisen gedacht.

Zweitens: Die von der Koalition geplante Abgabe wird auch nicht dazu führen, dass die Steuerzahler vor den Kosten künftiger Krisen wirklich geschützt werden. Die von den Banken einzuzahlenden Beträge sind viel zu gering, um in absehbarer Zeit ein ausreichendes Krisenpolster anzusammeln. Und schlimmer noch: Da die Abgabe den Bankengewinn und damit die zu zahlenden Gewinnsteuern schmälert, werden die Steuerzahler für die nächste Krise bereits im Voraus zur Kasse gebeten.

Drittens: Die Abgabe leistet keinen Beitrag zur wirksamen Dämpfung der bereits wieder massiv aufgelebten Spekulation an den Finanzmärkten, wie es etwa eine Finanztransaktionssteuer tun würde. Genau dieses Projekt will Schwarz-Gelb offenbar mit Hinweis auf die Abgabe nun aber endgültig beerdigen.

Bewusste Täuschung
Die Regierung täuscht die Öffentlichkeit ganz bewusst, wenn sie den Eindruck vermittelt, sie würde die Banken jetzt für die von diesen verursachte Krise zur Verantwortung ziehen. Mit diesem Schwindel verfolgt die Koalition in durchsichtiger Weise das Ziel, sich vor der NRW-Wahl im Mai als Interessenvertretung der Steuerzahler zu profilieren, obwohl sie genau das Gegenteil tut — und in Wahrheit die Bürgerinnen und Bürger heute schon für die nächste Krise zur Kasse bittet.

Die mit dem Bankenrettungsfonds überdies genährte Illusion höherer Sicherheit in künftigen Krisen birgt sogar noch die Gefahr, dass sich die Banken in Zukunft noch hemmungsloser der Spekulation hingeben — zumal wenn die Regierung parallel alle Bemühungen zu einer wirklich wirksamen Spekulationsbekämpfung torpediert. Kein Wunder also, dass zumindest die privaten Banken der Regierung schon hörbar Beifall klatschen.

Banken wirklich zur Verantwortung ziehen
Der Regierungsplan ist im Ergebnis also nichts weiter als eine zu Wahlkampfzwecken geschnürte gefährliche Mogelpackung.

Wer die Banken wirklich zur Verantwortung ziehen will, müsste dafür sorgen, dass

die Banken auch für die schon entstandenen Krisenkosten herangezogen werden, nicht erst für die Zukunft;

die aberwitzigen Bonuszahlungen endlich gestoppt werden — dieses Geld muss für die Abgabe verwenden, anstatt dass sie von Bankkunden und Steuerzahlern vorfinanziert wird;

dass die Spekulation wirksam bekämpft wird, um einer Wiederholung der Krise wirksam entgegen zu wirken. Die Abgabe ist kein Ersatz für eine Finanztransaktionssteuer.

So ein umfassendes Konzept hat die SPD bereits im vergangenen Frühjahr mit 14 konkreten Handlungsvorschlägen gefordert. Schwarz-Gelb ist aber auch jetzt nicht dazu bereit, konsequent zu handeln.

 

Homepage SPD Enzkreis/Pforzheim

Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Termine

Termine

08.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Präsidium

08.05.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Preisverleihung der Carlo-Schmid-Stiftung
Im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein. G …

09.05.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr Regionalkonferenz Südbaden
Wir wollen deine Stimme hören! Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …

09.05.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Regionalkonferenz Südwürttemberg
Wir wollen deine Stimme hören! Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …

16.05.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr Regionalkonferenz Nordwürttemberg
Wir wollen deine Stimme hören! Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …

19.06.2026 - 19.06.2026 Gremien im Vorfeld des Landesparteitag

Alle Termine

Abgeordnete in der Region

Im Bundestag:

Katja Mast

Saskia Esken

Gabriele Katzmarek

Im Landtag: 

Jonas Weber

Gedenktage

August Bebel *22.2.1840, gest. 13.8.1913

Friedrich Ebert *4.2.1872, gest. 28.2.1925
Otto Wels, historische Rede 23.3.1933 gegen das Ermächtigungsgesetz, *15.9.1873, gest. 16.9.1939
Kurt Schumacher *13.10.1895, gest. 20.8.1952
Erich Ollenhauer
*27.3.1901, gest. 14.12.1963

Fritz Erler *14.7.1914, gest. 22.2.1967
Herbert Wehner *11.7.1906, gest. 19.1.1990
Willy Brandt *18.12.1913, gest. 8.10.1992

Gedenken des Attentats auf Utøya 22. Juli 2011

Helmut Schmidt *23.12.1918, gest. 10.11.2015 

 

Social Media

Twitter

Youtube

Flickr

Soundcloud