Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion:
„Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie wohnungslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Pforzheim dabei geholfen werden kann, wieder ein Dach über dem Kopf zu bekommen, um sie auf diese Weise in die Gesellschaft zu integrieren.“
Begründung:
Ungefähr 30 bis 40 junge Menschen im Alter von 17 – 27 Jahren sind in Pforzheim derzeit wohnungslos und leben auf der Straße. Diese Jugendlichen und junge Erwachsenen sind aus sehr unterschiedlichen Gründen und nicht immer selbstverschuldet in ihre äußerst prekäre Lage gekommen.
Der genannte Personenkreis wird durch das derzeit bestehende Angebot für Nichtsesshafte in Pforzheim bedauerlicherweise nicht erreicht.
Wir folgen dem Vorschlag des Stadtjugendrings und der Aktionsgemeinschaft Drogen, dass das Karlsruher Modell für Pforzheim und den Enzkreis zur Anwendung kommen kann und übertragen werden sollte. Dieses Karlsruher Modell sieht vor, dass die aktuelle Situation für die betroffenen jungen Menschen sich zuerst durch Notquartiere entspannt; während einer mindestens zweimonatigen Entspannungsphase sollen mit und für diese Zielgruppe Zukunftsperspektiven entwickelt werden, wie ihre Probleme und Hemmnisse angegangen und abgebaut werden können.
Dorothea Luppold, Fraktionsvorsitzende
Bernhard Schuler, Stadtrat
Jacqueline Roos, Stadträtin