

Nagold. Wenn Menschen pflegebedürftig werden oder Angehörige Ansprechpartner für Hilfsmittel bei der häuslichen Versorgung benötigen, dann sind Sanitätshäuser eine wichtige Anlaufstelle. Das Sanitätshaus Schaible aus Nagold mit insgesamt zehn Standorten in der Region bietet diesen Menschen neben umfassender Beratung auch ein breites Spektrum an Hilfsmitteln und medizinischen Pflegeprodukten. Über die Serviceleistungen des Unternehmens aber auch über die Herausforderungen in diesem Bereich informierte sich die Landtagskandidatin der SPD, Daniela Steinrode, bei einem Besuch der Schaible GmbH. Das in dritter Familiengeneration geführte Familienunternehmen zeigte sich dabei als eindrucksvolles Beispiel regionaler Wirtschaftskraft, Innovation und sozialer Verantwortung.
Die Wurzeln liegen in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Gegründet wurde das Haus 1946 vom Großvater der heutigen Geschäftsführerin. Heute leitet Dr. Sonja Schaible , Ärztin mit MBA für Finanzen, den Betrieb. Auch die vierte Generation ist bereits mit an Bord: Rahel Schaible ist als Prokuristin mit Master in Wirtschaftswissenschaften in dasUnternehmen eingestiegen und bringt ihre Erfahrungen aus Projekt- und Beratungstätigkeit, auch im Gesundheitswesen, mit.
„Ich bin begeistert von der Leistungsfähigkeit und Vielfalt dieses Unternehmens – vom klassischen Sanitätsfachhandel über Orthopädie- und Rehatechnik bis hin zur Homecare-Versorgung und digitalen Services“, sagte Daniela Steinrode bei ihrem Besuch. „Heimische Unternehmen wie das Sanitätshaus Schaible sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und der Patientenversorgung im ländlichen Raum – sie verdienen unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung.“
Bei der Führung durch den Betrieb gab Geschäftsführerin Sonja Schaible einen Einblick in das Portfolio des Unternehmens. „Mit unserem Sanitätsfachhandel, der Orthopädie- und Rehatechnik sowie den Bereichen Homecare und Medizintechnik haben wir ganz unterschiedliche Produktangebote - von Kompressionsstrümpfen, Bandagen, orthopädischenSchuheinlagen, Prothesen, Rollstühlen, körpernahen Versorgungen bei künstlichen Ausgängen (Stomata), Wundversorgung oder künstlicher Ernährung bis hin zur Wohnraumberatung im Alter.“ So werden hier auch orthopädietechnische Produkte mit Hilfe von 3-D Druck angefertigt oder die Hilfsmittelversorgung von Patientinnen und Patienten nach der Entlassung aus dem Krankenhausorganisiert. Die Vorsitzende der SPD Nagold, Marina Ederle, bestätigte aus eigenen Erfahrungen die professionelle Versorgung im Pflegefall aber auch bei der Versorgung mit Prothesen. Klaus Rais, der auch bei dem Gespräch mit dabei war, nahm Bezug auf die Unternehmensphilosophie: „die Bereitschaft der Mitarbeitenden, die zahlreichen Standorte abzudecken und damit die Fachlichkeit stets zu gewährleisten zeigt eine starke Identifikation mit dem Unternehmen.“
Dr. Sonja Schaible, Vorsitzende des Aufsichtsrates des Dachverbandes Sanitätshaus Aktuell AG hob auch auf betriebliche Aspekte wie Qualitätsmanagement, Mitarbeiterausbildung und Digitalisierung ab: So wurde bereits 1998 ein systematisches Qualitätsmanagement eingeführt, ein Führungskreis etabliert und das Unternehmen nahezu beständig um neue Standorte erweitert. „Wir bilden aktuell 15 Auszubildende aus, denn nur so können wir langfristig Fachkräfte sichern“, betonte Dr. Sonja Schaible. Flexible Arbeitszeitmodelle sind bei der Schaible GmbH bereits lange Realität. Ein weiterer wichtiger Fokus liegt auf der digitalen Transformation - ein Bereich, der von Rahel Schaible aktiv vorangetrieben wird.
Im Gespräch brachte Sonja Schaible klar zum Ausdruck, wo aktuell die großen Belastungen für heimische Sanitätshäuser liegen: Überbordende Bürokratie- und Dokumentationspflichten, steigende Anforderungen wie regelmäßige Präqualifizierungen der Standorte und fachliche Nachweise der Mitarbeitenden sowie stagnierende oder unzureichende Preisanpassungen durch die Krankenkassen bei sonst überall gestiegenen Kosten seien ein großes Thema. „Kurze Wege und Versorgungen aus einer Hand sind wichtig - wenn das Pflegebett vom einen und andere Hilfsmittel vom weit entfernten Lieferanten kommen, dann senkt das nicht die Kosten im Gesundheitswesen - im Gegenteil“, so Sonja Schaible.
Daniela Steinrode betonte, dass solche Besuche für sie von großer Bedeutung seien: „Ich will den direkten Draht zu den Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort – nur so kann ich verstehen, wo der Schuh drückt. Nur wenn wir wissen, wo die Hürden sind, können wir politisch gezielt ansetzen.“ In ihrem Wahlkreis sei es ihr ein Anliegen, nicht nur den Mittelstand zu stärken, sondern auch die Gesundheits- und Pflegebranche als wichtigen Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum herauszustellen.
Zum Abschluss des Gespräches bedankte sich Steinrode bei den Gastgebern und den Mitarbeitenden für ihren offenen Austausch. „Ich nehme viele Impulse mit – für die politische Arbeit ebenso wie für die Unterstützung unserer regionalen Wirtschaft. Hier wird gezeigt, wie regionale Unternehmen Zukunft gestalten – dafür braucht es gute Bedingungen und klare politische Rahmenbedingungen.“
Der Besuch zeigt exemplarisch, wie eng Wirtschaft, Gesundheit und regionales Engagement im ländlichen Raum miteinander verknüpft sind – und wie wichtig es ist, dass Politik und Wirtschaft im Dialog bleiben.
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Otto Wels, historische Rede 23.3.1933 gegen das Ermächtigungsgesetz, *15.9.1873, gest. 16.9.1939
Kurt Schumacher *13.10.1895, gest. 20.8.1952
Erich Ollenhauer *27.3.1901, gest. 14.12.1963
Fritz Erler *14.7.1914, gest. 22.2.1967
Herbert Wehner *11.7.1906, gest. 19.1.1990
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