Die SPD Pforzheim machte am vergangenen Samstag eine Exkursion mit dem Fahrrad nach Freiburg. Baden-Württembergs Radfreundlichste Stadt sollte als Anregung für kommende Vorhaben in Pforzheim dienen. Geführt wurde die Reisegruppe von der Stellvertretenden SPD Fraktionsvorsitzenden im Freiburger Gemeinderat und dem SPD Vorsitzenden von Freiburg. „Es kostet viel Geld eine Stadt fahrradfreundlich zu gestalten und der Gemeinderat muss einen absoluten Willen dazu haben dies auch umzusetzen“, so Kreisvorsitzender Frederic Striegler.
Freiburg baut derzeit drei „Fahrad-Highways“ , die im Schnitt alle um die 10 km lang sind. Die Kosten betragen rund 9 Mio. Euro. Vorteil an diesen „High-ways“: es kommt nicht zu vielen Überschneidungspunkten mit Autofahrern. „Das soll die Verkehrsunfälle mit Radfahrern senken und die Menschen motivieren das umweltfreundliche Rad wieder mehr zu benutzen. Außerdem kommt man schneller von A nach B als mit dem Auto“, so Striegler weiter. Aber auch schon mit wenig Geld kann man entscheidenden Verbesserungen für Radfahrer erzielen. „In Freiburg gibt es häufig ein Vorfahrtrecht für Radfahrer. So kann man ungehindert fahren und die Nachsicht hat in diesem Fall der Autofahrer. Gut vorstellbar, dass so etwas auch in Pforzheim möglich ist“, so Patrica Pfisterer, Vorsitzende des Jugendgemeinderates, die mit eigenem Rad dabei war. „Ich fahre täglich mit den Rad durch Pforzheim, in der Spichernstraße muss ich allerdings immer wieder abbremsen wegen der Rechst vor Links Regelung. Viele Radfahrer fahren auf den Gehsteigen, weil Autofahrer wenig Abstand lassen und ihnen die Fahrt auf den großen Hauptverkehrsachsen zu gefährlich ist, vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist. Ein Radweg von Nord nach Süd oder Ost nach West, der Vorfahrt hat, ist machbar und klug“, so Julika Bauer von den Jusos.
Auch denkbar wäre eine Zählstation an Radknotenpunkten zu errichten. Diese zählt die täglichen Radfahrer und zeigt an wie viel CO2 eingespart wurde, weil man das Rad genutzt hat. „In Freiburg gibt es so etwas bereits. 30.000 Räder passieren diesen Punkt an guten Tagen. Es ist Motivation für die Bevölkerung “, so abschließend der Vorsitzende Striegler. Alles in allem sind sich die Teilnehmer*inne einig, in Pforzheim muss man mehr für die Radfahrer machen. „Als SPD wollen wir das angehen, aber wie schon in Eutingen demonstriert, werden wir die Bürgerinnen und Bürger der Stadt in unsere Planungen miteinbeziehen“ so abschließend Julika Bauer.