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Große Pforzheimer SPD Delegation diskutiert beim landesweiten Bildungskongress

Veröffentlicht am 27.11.2014 in Kreisverband

Foto: v.l.n.r. Helmut und Angelika Metzger, Patricia Pfisterer, Nele Metzler, Julika Bauer, Jonathan Koch, Anne-Marie Be

Gleich zehn Pforzheimer Genossen, darunter zahlreiche Jusos, folgten dem Ruf der Landes-SPD beim Bildungskongress. Neben einer Eröffnungsrede der Generalsekretärin der SPD Baden-Württemberg Katja Mast und zwei Talkrunden zum Leitthema „Vorfahrt für Bildung“ – unter anderem mit den Ministern Nils Schmid und Andreas Stoch – wurden auch sechs unterschiedliche Foren zum Meinungsaustausch angeboten, die allesamt hochrangig besetzt waren. In sechs verschiedenen Foren hatten sich die Sozialdemokraten aus Pforzheim zu den Themen U3-Förderung, Inklusion, Ganztagesschule, Regionale Schulentwicklung und Schulformen, Hochschulen und Berufliche Weiterbildung und Ausbildung / Fachkräftebedarf sichern näher, eingebracht

„Im Forum zur beruflichen Bildung fand die „Ausbildungsgarantie für alle“ breite Zustimmung. Wir müssen auch junge Menschen mit schlechteren Startchancen ausbildungsbegleitend unterstützen. Dazu zählt selbstverständlich auch, die Aussichten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im dualen Ausbildungssystem zu verbessern – gerade in Pforzheim können wir dem nur beipflichten und sollten beispielsweise mit zusätzlichen Sprachkursen nachhelfen“, sagt Annkathrin Wulff, allgemeinbildende Lehrerin an der Goldschmiedeschule und Mitglied des SPD-Kreisvorstands.

„Außerdem begrüße ich es sehr, dass die „Berufliche Orientierung“ im kommenden Bildungsplan noch fester verankert wird und in allen Schulformen als Unterrichtsfach vorgesehen ist. Das kann gerade an Gymnasien nicht schaden, wo vielen Schülerinnen und Schülern oft nicht ganz klar ist, welche Vorzüge ein duales Studium oder eine Ausbildung gegenüber einem Studium haben können“, so Wulff, die studierte Gymnasiallehrerin ist, weiter.

 

Äußerst zufrieden zeigte sich Altstadtrat Helmut Metzger im Forum U 3: Schon heute ist sicher gestellt, dass ab Januar 2015 durch das Land Baden-Württemberg alle Plätze für Kleinstkinder mit 68 % des Abmangels bezuschusst werden. Die frühkindliche Förderung , wie sie auf Initiative der SPD durch die grün-rote Landesregierung umgesetzt wird, kommt gerade in Pforzheim zahlreichen Familien zugute. Sozialbürgermeisterin Müller (SPD) konnte dank der Zuschüsse in Millionenhöhe aus Landestöpfen in den letzten beiden Jahren die Betreuungsplätze für Kleinkinder deutlich erhöhen.   Darauf  -  so Metzger  -  könne Bürgermeisterin Müller samt der SPD-Stadtratsfraktion, die seit Jahren Kitaplätze für mindestens die Hälfte aller Ein- und Zweijährigen gefordert hatten, stolz sein.“  

 

„Bei einer Feststellung waren wir uns im Forum Inklusion einig: Inklusion spielt sich nicht nur im finanziellen und politischen Rahmen ab, sondern in den Köpfen der Menschen,“ berichtet Julika Bauer, die Pforzheimer Juso-Vorsitzende. „Diese Diskussion hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, den Bürgerinnen und Bürgern die Themen Inklusion und Barrierefreiheit näherzubringen und ihnen die Angst bei diesen Bereichen zu nehmen. Diese Aufgabe möchte ich mit in meinen Kreisverband nehmen und so gut es geht versuchen, vor Ort für ein gemeinsames, inklusives Leben zu sensibilisieren“, erklärt diese weiter.

 

Interessant war zudem zu hören, dass handwerklicher Mittelstand und Industrie sich mit Gesamtschulen höchst zufrieden zeigten, weil sie zu Recht darauf hoffen, dass somit in wenigen Jahren wieder mehr ausbildungsfähige Jugendliche zur Verfügung stehen als bisher. Pforzheim dürfte unter den baden-württembergischen Großstädten die einzige sein, die auch im Jahr 2015 noch über keine einzige Gesamtschule verfügt.  Eine bürgerliche Mehrheit unter Führung von CDU und FDP hat es in Pforzheim seit 2011 verstanden, die konsequente Umsetzung der Landesvorgaben zu blockieren, wie Altstadtrat Metzger weiß.

 

Alles in allem konnte die SPD Pforzheim vom Bildungskongress also mehrere Impulse und Ideen mitnehmen, die es jetzt umzusetzen gilt. Dabei hofft sie aber nicht nur auf Unterstützung von Land und Kommune, sondern auch von den Pforzheimerinnen und Pforzheimern selbst.

 

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