Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde im Schul- und im Finanzausschuss des Pforzheimer Gemeinderates der Antrag auf Umwandlung der Insel-Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule abgelehnt. Die SPD Pforzheim verurteilt dieses Stimmverhalten auf das schärfste. „Bei CDU und FDP herrscht bildungspolitisch die pure Ideologie und keinerlei Verständnis dafür, welche Bedürfnisse bei den Schülern herrschen“, so der SPD-Kreisvorsitzende Frederic Striegler.
„Das ist schlichtweg ein Affront gegen Schulleitung und
Elternschaft, welche engagiert ihr Schulprofil fortentwickeln wollen, um auf die besondere Situation vor Ort einzugehen. Das Argument man wolle die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule nicht übers Knie brechen ist völlig fadenscheinig, denn es ist hinlänglich bekannt, dass man dabei ein gründliches Genehmigungsverfahren beim Land durchlaufen muss“, ergänzt Striegler.
„CDU und FDP handeln vor Ort, genau wie im Land, völlig verantwortungslos. Hier wird offensichtlich die eigene Parteiideologie über das Wohl der Pforzheimer Schullandschaft gestellt“, so Julika Bauer von den Jusos (Jugendorganisation der SPD).Die Jusos in Pforzheim zeigen sich darüber hinaus besonders verärgert mit welcher Arroganz hierbei die Forderungen des Jugendgemeinderates ignoriert werden. „Gerade bei bildungspolitischen Fragen, welche die Jugendlichen unserer Stadt direkt betreffen, muss die Meinung des Jugendgemeinderates ernst genommen werden“, so Julika Bauer. „In den Augen von CDU und FDP ist der Jugendgemeinderat wohl eine nicht ernstzunehmende politische Spielwiese. Das versucht man jetzt mit ideologischer Besserwisserei zu überspielen“, ergänzt Marcel Rist, der Kreisvorsitzende der Jusos Pforzheim.